Diese Fragen der Dichterin Mary Oliver greift Peter Hoffmann in seinem noch nicht abgeschlossenen zeichnerischen Werk „Archiv und Augenblick“ auf.
Hoffmann, der als Zeichner, Illustrator, Designer und Autor in Köln lebt und arbeitet, erforscht das Zeichnen als visuelle Sprache. In der ausgestellten Arbeit spiegelt sich diese als visuelles Tagebuch wider. Die jeweils 13 x 19 cm großen Skizzen mit abgerundeten Ecken sind Auszüge aus einer morgendlichen Zeichen-Routine, die Hoffmann neun Monate lang praktiziert hat. Die Fineliner-Skizzen sind durch die Spontaneität des Künstlers entstanden, indem er alltägliche Motive in einer selbstverständlichen Unbefangenheit neu zusammensetzt. Die Zeichnungen werden durch grafische Elemente wie Kolorierungen und Zeichen ergänzt. Im Bild auftauchende Worte geben weitere assoziative Hinweise auf die zugrunde liegende Idee des jeweiligen visuellen Tagebucheintrags. Hoffmann selbst bedeutet die Arbeit an den Zeichnungen viel, vor allem, weil sie ihm einen geschützten Raum bieten, in dem sein Geist wandern darf. Sie hilft ihm, im Kontakt mit dem Stift zu bleiben und den leisen Momenten des Alltags eine Form zu geben.
Parallel dazu entwickelte Hoffmann eine Serie großformatiger Tuschezeichnungen. Die architektonisch anmutenden, wuchtigen und experimentellen Zeichnungen wurden mit Acrylfarben und Tipp-Ex-Rollern weiterentwickelt und bilden einen Kontrast zum visuellen Tagebuch. Dennoch haben die ausgestellten Serien eine gemeinsame zugrunde liegende Frage, die Hoffmann darin beleuchtet: „Wie kann man der Welt begegnen?”
Text: Floria M. Ude
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