
Dieser Kurs bietet die Möglichkeit, sich mit dem Thema Trauer und Verlust inhaltlich und gleichzeitig künstlerisch auseinanderzusetzen. Anhand kurzer Impulsvorträge, gemeinsamer Reflexionen und gezielter Übungen nähern Sie sich aus unterschiedlichen Perspektiven der individuellen Trauerarbeit und Erinnerungskultur – mit der Fotografie als zentralem Ausdrucksmittel.
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Verlust ist eine universelle Erfahrung, die uns alle auf unterschiedliche Weise betrifft. Es kann der Verlust eines geliebten Menschen sein, einer Beziehung, eines Traums oder einer Lebensphase. Trauer ist die natürliche Reaktion darauf – tiefgreifend, vielschichtig, oft schwer in Worte zu fassen. In diesem Kurs wird Trauer als Ausdruck von Bindung, Liebe und gelebten Werten verstanden.
Die Fotografie kann etwas leisten, was Sprache allein nicht vermag: Sie hält inne. Sie zeigt, was war. Sie macht sichtbar, was bleibt. In diesem Kurs erkunden Sie in einem sicheren, unterstützenden Rahmen Ihre persönlichen Geschichten des Verlustes mit den Mitteln der dokumentarischen und inszenierten Fotografie.
Kurze Impulsvorträge geben Einblicke in fotografische und künstlerische Positionen, die sich mit Erinnerung, Abschied, Tod und Trauer beschäftigen. Gemeinsame Bildbetrachtungen eröffnen unterschiedliche Zugänge zur dokumentarischen und inszenierten Fotografie.
Im praktischen Teil entwickeln Sie eine eigene fotografische Arbeitsserie. Diese kann dokumentarisch, erzählerisch oder inszeniert angelegt sein. Sie untersuchen, wie Bilder vom Verlust erzählen können, ohne ihn erklären zu müssen. Möglich sind zum Beispiel Aufnahmen von Orten, Gegenständen und Alltagssituationen, Selbstporträts, Stillleben oder arrangierte Szenen. Auch mitgebrachte Erinnerungsstücke, Fotoabzüge oder persönliche Dokumente können Ausgangspunkt der Arbeit sein.
Die Kamera wird dabei zum Werkzeug der Selbstbefragung: Welche Spuren hinterlässt Verlust in Räumen, Gegenständen, Gesten, im Selbst? Was zeigt sich? Und können Sie Neues darin entdecken?
Für Menschen, die sich im kreativen Prozess mit dem Thema Trauer und Verlust auseinandersetzen möchten. Für Fotografierende und Künstler:innen, die gemeinsam den emotionalen Ausdruck erforschen und mit der Kamera neue Ausdrucksräume erschließen wollen.
Vorkenntnisse in der Fotografie sind hilfreich, aber nicht erforderlich. Eine Kamera oder ein Smartphone genügt. Wichtig sind die Bereitschaft zur Selbstreflexion, Offenheit für Austausch und Interesse an dokumentarischen oder inszenierten fotografischen Arbeitsweisen.
Lesen Sie jetzt das Interview mit Dozentin Selina Pfrüner auf unserer Website.